E-Mail

Wenn Sie uns schreiben wollen, bitte eine EMail senden an: mail[at]gruene-polle.de

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Welche Straßenlampe gefällt Ihnen am meisten?

View Results

Loading ... Loading ...

Wohin mit dem Salz?

Weserversalzung - welche Lösung favorisieren Sie?

View Results

Loading ... Loading ...

QR-Code

QR Code

Strompreise – wie geht es weiter?

Der Atomausstieg ist dringender denn je. Die Risiken werden uns zur Zeit schmerzlich vor Augen geführt. Auch für die Planungssicherheit und die Preisstabilität ist die Atomkraft ein Risiko, wie eine aktuelle Studie vom Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft im Auftrag von Greenpeace Energy zeigt. Atomenergie ist für uns alle viel zu teuer, der Ausstieg reduziert die Kosten und Gefahren.

Preisberechnungen

In einem Interview im Deutschlandfunk am 15. April 2011 sprach Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle über eine Mehrbelastung durch den schnelleren Atomausstieg von rund 1 bis 2 Milliarden Euro. Drei Milliarden kamen sogar ihm etwas hoch vor. Selbst wenn man 3 Milliarden Euro Kosten Mehrbelastung pro Jahr annehmen würde: Umgerechnet auf rund 530 Milliarden Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr in Deutschland würden alle Verbraucherinnen und Verbraucher nur rund 0,5 Cent je Kilowattstunde mehr zahlen. Die Energiewende würde so für einen durchschnittlichen Haushalt 1,50 Euro im Monat kosten.

Panikmache mit Strompreisen durch AKW-Abschaltung

Horrorszenarien mit steigenden Energiepreisen dienen gleich zwei Zielen: Sie sollen Stimmung schüren gegen einen schnellen Atomausstieg und auf zukünftige Strompreissteigerungen vorbereiten. Hierfür werden Zahlen immer wieder aus dem Zusammenhang gerissen: Zum Beispiel rechnen manche die Kosten der Energiewende statt über Jahrzehnte auf ein einziges Jahr um.

So geht das DIW zum Beispiel von 20 Milliarden Euro pro Jahr an Investitionskosten für die Energiewirtschaft aus. In der Presse wird aber gerne vergessen, dass für die Stromkunden solche Kosten–wenn überhaupt- über Jahrzehnte verteilt dem Strompreis aufgeschlagen werden.

Horrende Kosten werden auch gerne durch den Ausbau der Übertragungsnetze suggeriert. Doch für den Endkundenpreis spielen die Kosten der Übertragungsnetze so gut wie keine Rolle, heute machen sie gerade mal 2,5 Prozent der Stromkosten aus.

Energiekonzerne verdienen sich eine goldene Nase

Zahlreiche Preissenkungen an der Strombörse wurden nicht voll an die Verbraucher weitergegeben. Zusätzlich haben die Energiekonzerne sogenannte „Windfallprofits“ eingefahren: Sie haben Emissionshandelszertifikate auf den Strompreis aufgeschlagen, obwohl sie diese kostenlos zugeteilt bekommen hatten.

So streichen insbesondere die großen Atomkonzerne seit Jahren Milliardengewinne ein. Sie profitieren von dem nicht funktionierenden Wettbewerb auf dem Strommarkt. Abgeschriebene Atomkraftwerke haben den Strom nicht billiger gemacht, sondern die Gewinnmargen der Atomkonzerne erhöht.

Das Kartellamt stellte erst diesen Januar wieder fest, dass Anreize und Möglichkeiten für die vier marktbeherrschenden Unternehmen bestehen, den Strompreis zu manipulieren. Deshalb plant die Bundesregierung eine „Markttransparenzstelle“, die die Preise überwachen soll. Doch diese Stelle muss besser als geplant ausgestattet sein, um die Manipulationen aufdecken und bestrafen zu können. Und sie muss so bald wie möglich ihre Arbeit beginnen. Denn ansonsten besteht das Risiko, dass unter dem Deckmantel der Katastrophe in Japan die Energiekonzerne die Preise ungerechtfertigt erhöhen.

Erneuerbare sind billiger als Atomstrom

In einer neuen Studie vom Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft „Was Strom wirklich kostet“ im Auftrag von Greenpeace Energy verglichen die Autoren die staatliche Förderung und gesamtgesellschaftlichen Kosten von Atom, Kohle und erneuerbare Energien. Das Ergebnis: Wenn man die Umwelt- und Klimabelastungen hinzurechnet, kostet Windstrom uns 7,6 Cent und Wasserstrom 6,5 Cent. Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken kosten 12,1 Cent und Atomstrom sogar 12,8 Ct/kWh. Wenn man also ganz ehrlich ist, sind erneuerbare Energien heute schon günstiger als konventionelle Energieträger.

Wenn man sich die Förderpolitik anschaut, sieht es ähnlich aus: So wurde zwischen 1970 und 2010 erneuerbarer Strom mit durchschnittlich 2,2 Ct/kWh gefördert, Braunkohle mit 1,2 Ct/kWh, Steinkohle mit 3,2 Ct/kWh und Atomenergie mit 4,1 Ct/kWh. Und die Atomkonzerne weigern sich bis heute, ihre Atomkraftwerke zu versichern. Die Risiken für den Super-GAU trägt die Allgemeinheit.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen: Atomenergie ist teuer, der Ausstieg reduziert die Kosten und Gefahren.

Nicht zu vergessen ist auch: Erneuerbaren Energien senken die Strompreise an der Börse. Denn je mehr Ökostrom an der Börse gehandelt wird, desto stärker sinkt der Beschaffungspreis für die Energieversorger. Durch den sogenannten „Merit-Order-Effekt“  wurden 2009 nach einer Studie im Auftrag des BMU mindestens 3 Milliarden Euro eingespart. Dieser Effekt wird sich mit mehr Ökostrom in Zukunft verstärken und die Strompreisentwicklung dämpfen. Und Studien des BMU und DIW zeigen, dass trotz des Ausbaus der Erneuerbaren die EEG-Umlage in dem nächsten Jahrzehnt nicht steigen wird.

Quelle:
http://www.gruene-bundestag.de/cms/energie/dok/378/378914.strompreise_wie_geht_es_weiter.html

Print Friendly

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

Abwassertransportleitung

Die Präsentation zur "Abwassertransportleitung Brevörde - Holzminden", die in der öffentlichen Sitzung des Fachausschusses Bauen und Umwelt des Landkreises Holzminden am 19.04.2012 vorgestellt wurde, hat der WVIW auf seinen Webseiten veröffentlicht unter http://wviw.de/aktuelles

Top Themen